Wir, dass JPG Team Raeren, haben beschlossen, unsere Messen abjetzt auch online zu stellen, damit die Jugendlichen und Erwachsenen, die die Messe leider verpasst oder einfach noch einmal genießen wollen, sich nocheinmal zur Hand nehmen können. Viel Spaß dabei!
Am 30. Mai 2009 fand unsere Jugendmesse zum Thema: "Vertrauen" statt. Habt ihr sie verpasst? Kein Grund zur Sorge, wir haben sie für euch ins Netz gestellt:
Das Wagnis des Glaubens
Eines Nachts brach in einem Haus ein Brand aus. Während die Flammen hervorschießen, stürzen Eltern und Kinder aus dem Haus. Entsetzt sehen sie dem Schauspiel dieses Brandes zu.
Plötzlich bemerken sie, dass der Jüngste fehlt, ein fünfjähriger Junge, der sich im Augenblick der Flucht vor Rauch und Flammen fürchtete und in den oberen Stock kletterte. Man schaut einander an. Keine Möglichkeit, sich in etwas hineinzuwagen, das immer mehr zu einem Glutofen wird.
Da öffnet sich oben ein Fenster. Das Kind ruft um Hilfe. Sein Vater sieht es und schreit ihm zu: “Spring!“
Das Kind sieht nur Rauch und Flammen. Es hört aber die Stimme des Vaters und antwortet: „Vater, ich sehe dich nicht!“ Der Vater ruft ihm zu: „Aber ich sehe dich, und das genügt, spring!“ Das Kind sprang und fand sich heil und gesund in den Armen seines Vaters, der es aufgefangen hatte.
Immer wieder höre ich die Klage: „Ich kann nicht vertrauen. Ich habe als Kind kein Urvertrauen mitbekommen. Mein Vertrauen ist so oft enttäuscht worden. Auch beim besten Willen gelingt es mir nicht mehr, einem andern zu vertrauen.“ Solche Menschen sind und bleiben einsam. Sie trauen sich nicht, auf einen andern zuzugehen, aus Angst, wieder enttäuscht zu werden.
Sie möchten ja vertrauen, aber sie können es nicht.
Wenn ich Dir den Engel des Vertrauens wünsche, so vertraue ich darauf, dass Du nicht einfach dem Misstrauen ausgeliefert bist. Du kannst Vertrauen lernen. Du kannst beim Engel des Vertrauens in die Schule gehen. Allerdings kannst Du nicht einfach beschließen, von heute an zu vertrauen. Vertrauen muss wachsen. Da braucht es positive Erfahrungen von anderen Menschen, die sich als verlässlich und vertrauenswürdig erweisen. Aber es braucht auch bei Dir die Bereitschaft, dem Vertrauen zu trauen, das Dir andere entgegenbringen.
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Das neue Haus
Ich hatte mir ein Haus gebaut. Ich hatte Jahre dazu gebraucht zu sparen, zu planen, zu bauen. Als es jetzt fertig war, feierte ich mit den Meinen ein Fest.
„Wie bin ich froh, es für euch gebaut zu haben!“ sagte ich und betrachtete es und sah, dass es gut war.
Dann ging ich in die Kirche, um Gott zu danken.
Auf dem Weg zur Kirche traf ich einen, der mich um mein Haus beneidete. „Hör zu“, sagte er zu mir, „wie kann man so unklug sein, sich in den heutigen unsicheren Zeiten ein Haus zu bauen? Liest du nicht von den Unwettern, die über das Land ziehen; von Überschwemmungen, von Blitz und von Donnerschlag; von Hagelgeschossen, von Wirbelstürmen, von Sturmfluten?“
„Ich habe mein Haus auf gutem Grund gebaut“, sagte ich.
„Nun gut, selbst wenn dich das Unwetter verschont, so denke an Feuersbrünste, die ganze Strassenzeilen einäschern. Wie leicht springt so ein Funke auch auf dein Dach über, und dein Haus brennt bis zum Boden nieder, und alle deine Ersparnisse, die du in dein Haus gesteckt hast, sind vernichtet.“
„Ich habe es auf gutem Grund gebaut“, wiederholte ich.
„Wenn du alles nicht fürchtest“, fuhr der Mann fort, „so denke daran in welchen politischen Zeiten wir leben, und dass morgen schon ein neuer Krieg ausbrechen kann, der dich aus deinem Haus vertreibt und es zum Zeltlager der Soldaten macht.“
„Ich habe mein Haus auf guten Grund gebaut“, sagte ich zum dritten Male. Der Neider sah mich verständnislos an, fast ein bisschen ärgerlich. „Du antwortest mir dreimal das gleiche“, sagte er, „worauf stützt sich deine Zuversicht, dass dein Haus stehen bleibt und ihm nichts geschehen wird? Worauf hast du gebaut, dass du ohne Angst und Sorge lebst?“ Ich sagte: „Auf...“ Ich sprach es nicht aus. Er drängte: „Sag es!“ „Es ist ein wenig altmodisch, was ich sagen werde, und für manche Ohren mag es einen komischen Klang haben. Aber ich baute mein Haus auf etwas, auf das man früher jedes Haus baute und es auch heute meist noch tut, auch wenn man es nicht ausspricht und aus Angst verlacht zu werden, nicht zugibt.“
„Worauf also?“
Ich sagte: „Auf etwas, was ich von meinem Vater mitbekommen habe – auf Gottvertrauen.“****************************************************************************************************************
Glauben heißt Vertrauen
Da brachte man einen Gelähmten zu Jesus; er wurde von 4 Männern getragen. Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, deckten sie dort wo Jesus war, das Dach ab, schlugen die Decke durch und ließen den Gelähmten auf einer Tragbahre durch die Öffnung hinab. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten:
Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! Der Mann stand sofort auf, nahm seine Tragbahre und ging vor aller Augen weg. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten: So etwas haben wir noch nie gesehen.
(Markus 2,3-5.11-12)
Woran haben die Männer geglaubt?
Davon wird kein Wort gesagt. Nur von dem, was sie tun. Sie tragen ihren gelähmten Freund auf der Bahre zu Jesus. Sie wissen: Wir müssen ihn zu Jesus bringen, koste es, was es wolle. Fast sieht es so aus, als würde ihr Vorhaben nicht gelingen. Unmöglich, durch die Tür ins Haus zu kommen - für die Männer jedoch nicht unmöglich, zu Jesus zu kommen. Sie steigen auf das Dach und machen eine Öffnung in die Decke. Das ist nicht sehr schwierig (die Decke bestand wie in allen Häusern in Palästina aus Lehm und Zweigen), aber es ist ungewöhnlich und mutig.
Jesus ist nicht ärgerlich. Er scheint noch nicht einmal überrascht. Für ihn ist das, was die Männer getan haben, Zeichen ihres Glaubens. Er tut sogar noch mehr, als die Männer erwartet haben. Er macht ihren Freund nicht nur gesund. Er vergibt ihm auch seine Schuld.
Mir fällt das Glauben oft schwer. Da gibt es so vieles, was ich nicht verstehe, so vieles, was mir nicht in unserer Zeit zu passen scheint.
In der Geschichte geht es nicht um schwierige Glaubenswahrheiten. Hier heißt glauben: darauf vertrauen, dass Jesus der Freund der Menschen ist; dass er ihnen helfen will und kann.
Es ist gut, auf jemanden wie Jesus vertrauen zu können.
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Wie auf Adlerflügeln getragen
Ich will euch von den Adlern erzählen. Hoch in den Bergen kann man sie manchmal beobachten. Ihre riesigen Flügel können zwei Meter breit sein. Kaum jemand hat ihr Nest aus der Nähe gesehen. Es liegt versteckt in den Felswänden. Meist legen die Adler zwei Eier. Und wenn sie ausgebrütet sind, haben der Vatervogel und der Muttervogel viel zu tun. Hin und her fliegen sie mit der
Nahrung für die kleinen Adler. Aber dann, so erzählt man, passiert etwas Besonderes. Ich weiß nicht, wer es gesehen hat. Die großen Vögel bleiben weg. Sie lassen ihre Jungen allein. Nicht nur für ein paar Stunden; ganze Tage lang. Die Jungen piepsen und werden immer ängstlicher. Sie haben Hunger. Werden sie sterben? Wenn sie beinahe ganz erschöpft sind, hören sie den Flügelschlag des Vaters. Hoch über dem Nest. Sie sind nicht verloren. Und nun ist auch die Mutter wieder da. Die Jungen strecken den mageren Hals und sperren den Schnabel auf. Doch die Mutter tut etwas Unerwartetes. Sie fliegt auf das Nest zu. Und schon ist es geschehen. Sie hat einen kleinen Adler aus dem Nest gestoßen. Ängstlich flattert er mit seinen schwachen Flügeln. Er hat keine Kraft. Eine Zeit lang hält er sich in der Luft. Dann lassen ihn seine Flügel im Stich. Er beginnt zu stürzen.
Auf diesen Augenblick hat der Vater gewartet. Rasch fliegt er herbei, streift den kleinen Adler von unten und fängt ihn mit seinen Flügeln auf. Er bringt ihn zum Nest zurück. Gleich darauf fliegt die Mutter wieder auf das Nest zu und scheucht den anderen Adler über den Rand. Auch er taumelt ein wenig in der Luft, flattert mit seinen Flügeln und muss dann aufgeben. Auch diese Junge lässt der Vater auf seinen Flügeln notlanden und trägt es ins sichere Nest zurück. So geht das nun jeden Tag ein paar Mal, bis die Jungadler stärkere Flügel bekommen haben und selbst fliegen können.